Am 26. August hat eine schwere Sturzflut die Grenzregion zwischen Nepal und Tibet getroffen. Ausgelöst wurde sie nach Einschätzung durch einen Gletscherabbruch an der Südflanke des Langtang Lirung. Dieser verursachte eine Sturzflut aus Wasser, Eis, Schlamm und Geröll. Ganze Dörfer, Straßen und Brücken wurden zerstört, die Stromversorgung unterbrochen.

Rund 8.700 Haushalte – fast 40.000 Menschen – benötigen Unterstützung. Zerstörte Straßen, Brücken und Kommunikationswege erschweren die Hilfe erheblich – betroffene Gebiete sind derzeit fast nur aus der Luft zugänglich. Die nepalesische Regierung hat unter anderem um Nahrungsmittel, Notunterkünfte und Wasseraufbereitung gebeten.

Wie bereits im letzten Rundschreiben erwähnt, sind die von uns unterstützten Projekte nicht direkt betroffen. Betroffen aber macht uns die Not, die sich aus der Katastrophe für die Menschen wiederum in Nepal ergibt schon. Und es trifft mal wieder die Ärmsten. Viele Familien sind von persönlichem Verlust von Angehörigen, ihrem Hab und Gut und sich hieraus ergebender finanzieller Not und mit seelischer Belastung konfrontiert.

Kinder trifft dies besonders schwer. Viele von Ihnen haben miterlebt, wie Häuser zerstört oder ihre Angehörige von den Fluten mitgerissen wurden. Der Verlust eines Zuhauses, eines Elternteils, eines Familienmitglieds oder eines vertrauten Ortes, kann für ein Kind tief traumatisch sein. In der unmittelbaren Phase nach einer Katastrophe verstehen Kinder unter Umständen nicht, was dies für ihr Leben bedeutet. Jedes Kind verarbeitet diese Traumata anders.

Die Angehörigen sind in der Phase nach der Katastrophe damit beschäftigt, Häuser oder Unterkünfte wieder aufzubauen und Wege zu finden, den Lebensunterhalt der Familie zu sichern. Dadurch bleiben ihnen nur begrenzt Ressourcen, um den alltäglichen Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden.

Kinder brauchen mehr als nur die Möglichkeit ihre schulische Ausbildung in dieser Phase fortsetzen zu können. Sie brauchen einen sicheren Ort zum Leben, Fürsorge, regelmäßige Mahlzeiten, emotionale Unterstützung und Regelmäßigkeiten im Alltag.

Da wir selber nicht direkt helfen können, haben wir als Verein zugesagt, ein Projekt der Caritas Nepal zu unterstützen. Bei diesem Projekt soll eine Internatseinrichtung an der Shree Dandagau Secondary School, die die Genehmigung bis Klasse 12 hat, in Uttargaya (Distrikt: Rasuwa) renoviert bzw. ausgebaut werden. Diese Einrichtung soll Kindern eine geschützte Bleibe, emotionale Betreuung und eine verlässliche tägliche Routine bieten. Vor allem soll die Internatseinrichtung den Kindern in einer Zeit, in der viele Bereiche ihres Lebens zerrüttet wurden, ein Gefühl von Sicherheit und Struktur zurückgeben.

Caritas Nepal wird mit unserer finanziellen Unterstützung die Einrichtung und den Betrieb der Internatseinrichtung organisieren. Diese Unterstützung umfasst Bereiche wie Renovierung der vorhandenen Räume, deren Ausstattung sowie Lebensmittel, Betreuungspersonal, psychosoziale Unterstützung und andere wesentlichen Bedürfnisse, die für das ordnungsgemäße Funktionieren der Einrichtung erforderlich sind.

Vornehmlich sollen Kinder, die am stärksten von der Flut betroffen sind unter Beteiligung der Gemeinde in Abstimmung mit den Angehörigen ausgewählt werden. Dazu gehören Kinder, die durch die Flut zu Waisen oder Halbwaisen geworden sind. Deren Elternhaus zerstört wurde und deren Familien keine Lebensgrundlage mehr haben. Insbesondere sollen Kinder, die von ihren Familien getrennt wurden oder auf sich allein gestellt sind, bewahrt werden, vor der Vernachlässigung, dem Missbrauch, der Kinderarbeit, dem Menschenhandel oder der Frühverheiratung ausgesetzt zu werden.

Caritas Nepal will mit dieser Maßnahme nicht nur auf die unmittelbaren Bedürfnisse vor Ort reagieren, sondern es soll eine Internatseinrichtung geschaffen werden, die in Not geratene Kinder und ihre Familien auch längerfristig unterstützen kann. Zusammen mit den lokalen Behörden soll den Kindern ein sicherer Ort zur ihrer eigenen persönlichen und schulischen Entwicklung gegeben werden.

Wie auch schon während der Corona-Pandemie, wo wir Caritas Nepal finanziell erheblich bei der notwendigen Versorgung der Impfstationen unterstützt haben, sehen wir die Caritas Nepal auch bei diesem Projekt als einen vertrauensvollen Partner, bei dem unsere Zuwendungen zielgerichtet verwendet werden.

Caritas Nepal plant für dieses Internat eine Belegung von 140 Kindern. Für die Einrichtung, Unterbringung, Kleidung, Ernährung und Betreuung sind ca. 110.000 € als Budget für die nächsten 2 Jahre von Caritas Nepal geplant.

Wir haben zugesagt, dass wir dieses transparente Projekt gerne finanziell unterstützen wollen und sind uns sicher, dass das Geld den in not geratenen Kindern in Nepal zu Gute kommt.

Helfen Sie mit Ihrer Spende und ermöglichen Sie eine schnelle Umsetzung diese Kinderschutz-Projektes im Namen unseres Vereins Future for Nepal´s Children e.V. .

 

(Shree Dandagau Secondary School in Uttargaya – im Vordergrund mögliches Internat)

 

Hinweis: Patrick Schröder und Manfred Brenneisen werden in der Zeit vom 17.-25. November 2026 in Nepal sein, die Buchung erfolgte vor den tragischen Geschehnissen.

 

Wir bitten um Spenden an

Future for Nepal’s Children e.V.

IBAN: DE31 6704 0031 0661 8771 00

BIC: COBADEFFXXX

Vermerk: Flashflood ID8159

 

Für Rückfragen stehen Ihnen gerne Patrick Schröder unter +49 170 5652961 und Manfred Brenneisen unter +49 160 908 966 12 zur Verfügung.